Einbürgerung Verleihung der deutschen Staatsangehörigkeit für heimatlose Ausländer

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Einbürgerung Verleihung der deutschen Staatsangehörigkeit für heimatlose Ausländer

  • Einbürgerung Verleihung der deutschen Staatsangehörigkeit für heimatlose Ausländer
  • Als heimatlose Ausländer gelten staatenlose Personen oder Personen fremder Staatsangehörigkeiten, die ihre Heimat nach dem Zweiten Weltkrieg verlassen mussten und sich zum 30.06.1950 im Geltungsbereich des Grundgesetzes aufhielten.
  • Dieselbe Rechtsstellung besitzen Personen, die von heimatlosen Ausländern abstammen und sich zum 01.01.1991 in der Bundesrepublik Deutschland aufhielten.
  • zuständige Behörde: Staatsangehörigkeitsbehördedes jeweiligen Wohnortes

Als heimatloser Ausländer oder Ausländerin haben Sie die Möglichkeit unter erleichterten Voraussetzungen und reduzierten Gebühren eingebürgert zu werden. Mit der Einbürgerung erhalten Sie die deutsche Staatsangehörigkeit und werden gleichberechtigter Bürger / gleichberechtigte Bürgerin der Bundesrepublik Deutschland mit allen Rechten und Pflichten als deutscher Staatsbürger / deutsche Staatsbürgerin.

Sie können u.a. Ihr Wahlrecht ausüben, genießen Freizügigkeit in Europa und können auch außerhalb von Europa in viele Länder reisen.

Um besonderen Fallkonstellationen gerecht werden zu können, gibt es Einbürgerungsmöglichkeiten, die von denen durch das Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) geregelten abweichen.

Als heimatloser Ausländer / heimatlose Ausländerin haben Sie die Möglichkeit eingebürgert zu werden, sofern Sie sich seit mindestens sieben Jahren rechtmäßig in Deutschland aufhalten und nicht wegen einer Straftat verurteilt worden sind (hiervon ausgenommen sind Verurteilungen zu Geldstrafe oder zu Jugend- oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde).

Die von Ihnen zu erfüllenden Voraussetzungen sind dabei im Vergleich zu den Einbürgerungsmöglichkeiten nach dem Staatsangehörigkeitsgesetz weniger umfangreich. Der Verwaltungsaufwand und die anfallende Gebühr sind ebenfalls geringer als bei den Rechtsgrundlagen des Staatsangehörigkeitsgesetzes.

Zudem haben Sie die Möglichkeit Ihren Ehegatten sowie Ihre minderjährigen Kinder miteinzubürgern, auch wenn diese noch nicht so lange in der Bundesrepublik Deutschland leben wie Sie.

Zuständige Behörde ist die Staatsangehörigkeitsbehörde Ihres Wohnortes

  • Sie müssen einen Antrag auf Einbürgerung gestellt haben
  • Sie sind heimatloser Ausländer

Das bedeutet:

Sie sind staatenlos oder besitzen eine fremde Staatsangehörigkeit und mussten Ihre Heimat nach dem Zweiten Weltkrieg verlassen und hielten sich zum 30.06.1950 im Geltungsbereich des Grundgesetzes auf.

Dieselbe Rechtsstellung besitzen Personen, die von heimatlosen Ausländern abstammen und sich zum 01.01.1991 in der Bundesrepublik Deutschland aufhielten.

  • Sie halten sich seit 7 Jahren rechtmäßig und gewöhnlich im Bundesgebiet auf.
  • Sie wurden nicht zu Freiheitsstrafe ohne Bewährung oder zu einer Bewährungsstrafe von mehr als einem Jahr verurteilt.
  • Ihr Ehegatte und/ oder Ihre minderjährigen Kinder können auch dann mit Ihnen zusammen eingebürgert werden, wenn sie sich noch nicht seit 7 Jahren rechtmäßig und gewöhnlich in der Bundesrepublik Deutschland aufhalten.
  • Im Übrigen gelten die allgemeinen Vorschriften über die Einbürgerung.
  • Gültiger Reiseausweis für Ausländer
  • Geburtsurkunde
  • Ggf. Heiratsurkunde / Scheidungsurteil

Bei Minderjährigen:

  • Nachweis des Sorgerechts (Sorgerechtsbeschluss) bei gemeinsamer elterlicher Sorge - Einverständniserklärung des anderen sorgeberechtigten Elternteils

EUR 51,00

Nach Antragstellung (bei Vorliegen vollständiger, für die Entscheidung notwendiger Unterlagen): bis zu drei Monate.

  • Den Antrag müssen Sie oder aber der gesetzliche Vertreter stellen.
  • Die zuständige Behörde prüft die Voraussetzungen und trifft eine Entscheidung.
  • Die Einbürgerung wird wirksam mit Aushändigung der Einbürgerungsurkunde.
  • Nach Abschluss des Verfahrens wird die Entscheidung der zuständigen Meldebehörde, der Ausländerbehörde und dem beim Bundesverwaltungsamt geführten Register der Entscheidungen in Staatsangehörigkeitsangelegenheiten (EStA) mitgeteilt.